Schmieden
und schnitzen
Historischer
Markt zur Freimarktszeit
(wig) Kein Strom, also keine elektrische
Beleuchtung - das ist in diesem Falle aber
kein Anzeichen für einen Ausfall, sondern
für den Einfall. Auf dem "Historischen
Markt" vom 16. Oktober bis 1. November
soll am Liebfrauenkirchhof und im Schop-
pensteel alles möglichst genau so sein wie
vor Hunderten von Jahren. Handwerksmei-
ster und -meisterinnen zeigen abends bei
Kerzen und Fackelschein, was sie können.
Gleich neben den Stadtmusikanten, hin-
ter Wehrtürmen und Palisaden, wird hier
zur Freimarktszeit in einem mittelalterli-
chen Dorf geschreinert, geschmiedet, ge-
schnitzt. Schwarzgekleidete Wächter ver-
sperren den Durchlaß zu den Fachwerkbau-
ten im Schoppensteel. Sie erwarten die Be-
reitschaft der Besucher, vor der "Zeitreise
ins Mittelalter" zumindest erst einmal einen
"Pflasterzoll von zwei Silberstücken" raus-
zurücken. Dafür soll dann aber auch aller-
hand Historisches geboten werden. Laut
Großmarkt Bremen, der die Veranstaltung
ausrichtet, bieten "über 50 Handwerks-,
Handels- und Verpflegungsstände ihre Wa-
ren feil". Gaukler werden erwartet, Musi-
kanten zeigen ihre Künste auf Sackpfeifen
und Schalmeien, ein Hofnarr streift umher.
Schlag vier versammeln sich Marktleute
zum Tanz, bis schließlich abends der Nacht-
wächter mahnt: "Löschet die Lichter und
geht nach Hause in Frieden."
Weser Kurier vom
12. Oktober anno 1998
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 Delmenhorster
Kreisblatt
vom 23. Oktober anno 1998
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